Mumien

Der Körper des Toten wurde speziell behandelt, damit er lange erhalten blieb (Mumie). Denn die Ägypter glaubten, dass man seinen Körper auch als Toter noch brauchte.

Was ist eine Mumie und wie entsteht sie?  

Mumien sind Körper von toten Menschen oder Tieren, die erhalten geblieben sind. Der Name "Mumie" leitet sich von dem arabischen Wort "mumiya" ab, was übersetzt "Asphalt" bedeutet.

Eine Mumifizierung dauerte zirka 70 Tage. Zunächst wurden dem Toten alle Weichteile entfernt: Gehirn, Eingeweide und innere Organe, außer dem Herz. Diese wurden getrocknet und in spezielle Gefäße, die "Kanopen" hießen, gelegt.

Kanopengefäße

Danach wurde der Körper entweder mit Blättern, Sägemehl oder mit flüssigem Harz ausgefüllt und für 50 Tage in trockenes Natron gelegt. Natron ist ein Salz, das in der Natur vorkommt. Es sorgte dafür, dass alle Flüssigkeit aus dem Körper herausgezogen wurde.

Anschließend überzog man den Leichnam mit Harz oder mit Asphalt und wickelte ihn mit Leinen ein. Zuletzt wurde der Leichnam noch mit duftenden Leintüchern umwickelt.

Ein Priester öffnete der Mumie den Mund, damit der Verstorbene im Jenseits wieder essen und trinken konnte und damit die Lebensgeister in seinen Körper wieder hineinfahren konnten.

Obwohl die Pyramiden mit schweren Steinen verschlossen wurden, zogen die vielen kostbaren Schätze der Toten natürlich viele Grabräuber an. Das erste vollständig erhaltene Grab eines Pharaos entdeckte der englische Archäologe Howard Carter am 26. November 1922. In dieser Grabkammer war der Pharao "Tut-anch-Amun" (auch: Tut-ench-Amun) begraben.